Jetzt ran ans Sonnennetz...

Wir über uns

Die Firma Häring kann fast schon als ein „Urahn“ unter den Solarbetrieben bezeichnet werden. Seit fast 30 Jahren ist Robert Häring auf dem Gebiet der regenerativen Energietechnik tätig. Als Vertragshändler ehemals der Schott-Solar AG und derzeit von LG Solar für das westliche Bayern konnte sich sein Unternehmen mittlerweile fest in der Branche etablieren. 14 Mitarbeiter beschäftigt er derzeit. Neben dem Großhandel baut Häring-Solar aber nach wie vor selbst Solaranlagen, wofür vier festangestellte Monteure zuständig sind.

„Ich lege Wert auf eine gute Beratung der Kunden. Dazu muss man natürlich bescheid wissen, was es in der Energietechnik alles gibt“, sagt Häring. Um ein Gesamtkonzept für eine umweltverträgliche Energieversorgung anbieten zu können, beschäftigen er und seine Mitarbeiter sich verstärkt mit nachwachsenden Rohstoffen und Solarfahrzeugen. Noch vor der Solarthermie ist die Photovoltaik allerdings der Hauptbetriebszweig. Solarmodule für vier Megawatt Leistung hat Häring-Solar im Jahr 2006 verkauft. Davon wurden 600 kW selbst installiert. 2004 lag die Marke noch bei sechs Megawatt. „Das Geschäft ist leicht rückläufig und auch die Preise für Module gehen etwas nach unten“, sagt Häring.

Durch die Bundeswehr ist der gebürtige Regensburger einst nach Landsberg am Lech gekommen. Dort arbeitete er anschließend von 1984 bis 92 als Techniker bei der DASA. „Wenn man eine Solarzelle in die Sonne legt und dann entsteht da Strom“, erzählt Häring, „das hat mich schon immer fasziniert.“ 1985 hat er ein Nebengewerbe angemeldet. „Tagsüber war ich in der DASA-Werkhalle, nach Feierabend und am Wochenende habe ich Solaranlagen gebaut – überwiegend Kollektoren. In der Photovoltaik einige Inselanlagen, vor allem auf Berghütten.“ Schon damals habe er mit der AEG zusammengearbeitet.

Anfang der 90er-Jahre wurde das 1000-Dächer-Programm aufgelegt, mit dem erstmals Photovoltaikanlagen bundesweit gefördert wurden. „Von 250 Anlagen in Bayern haben wir allein damals etwa 80 gebaut“, sagt Häring. Nun war es für ihn Zeit, die Einzelfirma in eine GmbH umzuwandeln, die sein künftiger Haupterwerb sein sollte.

1995 wurde das neue Firmengebäude in Schwabmünchen fertiggestellt. Die Firma wuchs daraufhin ständig und Häring erwarb im nahegelegenen Obermeitingen ein Grundstück. Dort entstanden 2001 und 2005 zwei Lagerhallen. In dem jungen Obermeitinger Gewerbegebiet hat die Solarfirma schon deutliche Spuren hinterlassen: Fast auf jedem Süddach spiegelt sich die Sonne in blau-schwarzen Glasflächen – natürlich auch auf den beiden Häring-Lagerhallen: Rund 1000 m² Solarmodule sind hier montiert, inklusive eines Testfelds für Wechselrichter.

Vor seinem Umzug nach Schwabmünchen hat Häring in Untermeitingen eine „Garagenfirma“ betrieben. Dort wohnte und arbeitete er völlig energieautark. Häring: „Vom Energieversorger hätte es drei Pfennig pro Kilowattstunde Photovoltaikstrom gegeben. Da habe ich ‚nein’ gesagt.“ So versorgte er sich selbst mit Solarstrom. „Die Speicherung in einem Batterieblock hat problemlos funktioniert. Zwei Drittel des Jahres wurde Überschuss produziert und wir fragten uns ‚wohin mit dem Strom?“ Quasi zur Verwertung des „Abfallproduktes Strom“ schaffte er ein Elektroauto an. Aus dieser Verwertungsstrategie wurde ein weiteres Geschäftsfeld – Häring vertreibt leichte Elektrofahrzeuge: die dreirädrigen Einsitzer City-El und die vierrädrigen Doppelsitzer Kewet. Die Betriebsfahrzeuge werden ansonsten von an kaltgepresstes Pflanzenöl angepassten Motoren angetrieben.

Sein Hauptaugenmerk richtet Häring aber derzeit auf ein Projekt, das er zusammen mit seinem Bruder Rüdiger, der nun in die Häring-Solar eingestiegen ist, aufbauen will: Es sollen effiziente Kollektoren produziert werden, die sich optisch ansprechend in Photovoltaik-Anlagen integrieren. „Wir wollen Kunden überzeugen, beides zu machen. Schließlich können mit einer thermischen Anlage beträchtliche Heizkosten gespart werden“, sagt Häring, dessen Bruder Rüdiger zuvor schon in der Entwicklung von solarthermischen Anlagen tätig war.

Die Kollektorenfertigung wird in einer neuen Halle in Regensburg, die Ende 2006 fertiggestellt wurde, völlig neu aufgebaut. Die Außenmaße der Kollektoren sollen exakt so groß sein wie die der Photovoltaikmodule, wobei die Herausforderung darin besteht, dass die Dämmung nur 3 cm stark sein darf, damit die Bauhöhe der Module nicht überschritten wird. Fünf Anlagen aus einer Nullserie wurden bereits bei Kunden installiert. „Wir sind noch in der Erprobung, um die Vorgaben des sogenannten ‚Würzburger Tests’ zu erfüllen. Dabei ist ein Mindestertrag von 525 kWh/m² im Jahr nachzuweisen, der Voraussetzung für eine Förderung ist.“ sagt Häring.